Harnwegsinfekte sind eine der häufigsten Sorgen beim Selbstkatheterismus. Ganz ausschließen lassen sie sich nicht, aber mit ein paar Gewohnheiten kannst du das Risiko deutlich senken. Diese Tipps ersetzen keine ärztliche Beratung – bei Beschwerden immer abklären lassen.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beratung oder die persönliche Einweisung durch Fachpersonal.
Acht Gewohnheiten, die schützen
Kleine Routinen mit großer Wirkung:
- Vor jedem Katheterisieren gründlich die Hände waschen.
- Den passenden, gut gleitfähigen Katheter verwenden – Reibung reizt die Harnröhre.
- Regelmäßig katheterisieren und die Blase nicht überdehnen lassen.
- Die Blase möglichst vollständig entleeren, damit kein Restharn bleibt.
- Ausreichend trinken, wenn ärztlich nicht anders empfohlen.
- Jeden Katheter nur einmal verwenden.
- Produkte sauber und trocken lagern.
- Auf Warnzeichen achten und früh reagieren.
Warnzeichen ernst nehmen
Brennen, häufiger oder starker Harndrang, trüber oder streng riechender Urin, Schmerzen im Unterbauch oder Fieber können auf einen Harnwegsinfekt hindeuten. Warte damit nicht ab – lass es ärztlich abklären, besonders bei Fieber.