Auf Hilfsmittel wie Katheter fällt eine gesetzliche Zuzahlung an. Bei einem Produkt, das man Monat für Monat und lebenslang braucht, summiert sich das spürbar. Die gute Nachricht: Es gibt mehrere Wege, weniger oder gar nichts zu zahlen.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beratung oder die persönliche Einweisung durch Fachpersonal.
Wie hoch ist die Zuzahlung?
Bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln wie Einmalkathetern beträgt die gesetzliche Zuzahlung 10 Prozent des Betrags, begrenzt auf maximal 10 Euro pro Monat für den gesamten Monatsbedarf. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind generell von der Zuzahlung befreit.
Befreiung über die Belastungsgrenze
Erreichst du im Kalenderjahr deine individuelle Belastungsgrenze – in der Regel 2 Prozent deiner Bruttoeinnahmen, bei chronisch Kranken 1 Prozent –, kannst du dich für den Rest des Jahres von Zuzahlungen befreien lassen. Dafür sammelst du Belege und stellst einen Antrag bei deiner Krankenkasse. Viele mit Dauerbedarf erreichen diese Grenze früh im Jahr.
Anbieter, die die Zuzahlung übernehmen
Manche Homecare-Versorger übernehmen die monatliche Zuzahlung für dich – als Serviceleistung im Rahmen der Versorgung. Das ist völlig legal, solange es transparent geschieht. Für dich bedeutet es: keine monatliche Zuzahlung mehr, ohne dass sich an deiner Versorgung sonst etwas ändert.