Intermittierender Selbstkatheterismus (ISK): Orientierung für Einsteiger

Grundlagen12. Juli 20265 Min. Lesezeit
Intermittierender Selbstkatheterismus (ISK): Orientierung für Einsteiger

Der intermittierende Selbstkatheterismus (ISK) ist eine etablierte Methode, die Blase mehrmals täglich mit einem Einmalkatheter zu entleeren. Für viele Menschen mit neurogenen Blasenstörungen ist er ein Stück zurückgewonnene Selbstständigkeit.

Wichtig vorab: Dieser Text gibt eine allgemeine Orientierung. Die konkrete Technik lernst du in einer persönlichen Einweisung durch Ärztin, Arzt oder eine Kontinenzfachkraft – dieser Ratgeber ersetzt sie nicht.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beratung oder die persönliche Einweisung durch Fachpersonal.

Warum ISK sinnvoll ist

Entleert sich die Blase nicht vollständig, bleibt Restharn zurück. Das kann Harnwegsinfekte begünstigen und langfristig Nieren und Blase belasten. ISK sorgt für eine regelmäßige, vollständige Entleerung und gilt heute als schonende Standardmethode bei vielen Blasenfunktionsstörungen.

Wie oft wird katheterisiert?

Die Häufigkeit legt dein Behandlungsteam individuell fest – oft vier- bis sechsmal täglich, abhängig von Trinkmenge und Blasenfunktion. Ein gleichmäßiger Rhythmus über den Tag ist meist wichtiger als die exakte Zahl.

Worauf es im Alltag ankommt

Ein paar Grundprinzipien begleiten die meisten Menschen dauerhaft:

Tut ISK weh?
Mit dem richtigen, gut gleitfähigen Katheter und guter Technik ist ISK für die meisten Menschen schmerzarm. Bei Schmerzen sprich mit deinem Behandlungsteam.
Kann ich ISK selbst erlernen?
Ja, sehr viele Menschen führen ISK selbstständig durch – nach einer fachlichen Einweisung.

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