Der intermittierende Selbstkatheterismus (ISK) ist eine etablierte Methode, die Blase mehrmals täglich mit einem Einmalkatheter zu entleeren. Für viele Menschen mit neurogenen Blasenstörungen ist er ein Stück zurückgewonnene Selbstständigkeit.
Wichtig vorab: Dieser Text gibt eine allgemeine Orientierung. Die konkrete Technik lernst du in einer persönlichen Einweisung durch Ärztin, Arzt oder eine Kontinenzfachkraft – dieser Ratgeber ersetzt sie nicht.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beratung oder die persönliche Einweisung durch Fachpersonal.
Warum ISK sinnvoll ist
Entleert sich die Blase nicht vollständig, bleibt Restharn zurück. Das kann Harnwegsinfekte begünstigen und langfristig Nieren und Blase belasten. ISK sorgt für eine regelmäßige, vollständige Entleerung und gilt heute als schonende Standardmethode bei vielen Blasenfunktionsstörungen.
Wie oft wird katheterisiert?
Die Häufigkeit legt dein Behandlungsteam individuell fest – oft vier- bis sechsmal täglich, abhängig von Trinkmenge und Blasenfunktion. Ein gleichmäßiger Rhythmus über den Tag ist meist wichtiger als die exakte Zahl.
Worauf es im Alltag ankommt
Ein paar Grundprinzipien begleiten die meisten Menschen dauerhaft:
- Saubere Hände und Hygiene vor jedem Katheterisieren.
- Der richtige, ärztlich verordnete Kathetertyp und die passende Größe.
- Ein fester Rhythmus, der zum eigenen Tagesablauf passt.
- Auf Warnzeichen wie Brennen, Fieber oder trüben Urin achten.