Nach einer Querschnittlähmung ist die Blasenfunktion fast immer betroffen. Der intermittierende Katheterismus ist dabei eine der wichtigsten Methoden des Blasenmanagements. Dieser Überblick erklärt die Zusammenhänge – die individuelle Behandlung legt immer dein Behandlungsteam fest.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beratung oder die persönliche Einweisung durch Fachpersonal.
Die neurogene Blase verstehen
Bei einer Querschnittlähmung ist die Nervensteuerung der Blase gestört – man spricht von einer neurogenen Blasenfunktionsstörung. Die Blase entleert sich nicht mehr zuverlässig auf natürlichem Weg. Ziel des Blasenmanagements ist es, die Blase regelmäßig und vollständig zu entleeren und Nieren und Blase langfristig zu schützen.
Warum ISK oft die erste Wahl ist
Der intermittierende Katheterismus gilt bei vielen Betroffenen als schonende Standardmethode, weil er eine vollständige Entleerung ermöglicht, ohne dass dauerhaft ein Katheter in der Blase verbleibt. Das senkt im Vergleich zu Dauerkathetern bei vielen Menschen das Risiko für bestimmte Komplikationen.
Selbstständigkeit im Alltag
Viele Menschen mit Querschnittlähmung führen ISK vollständig selbstständig durch. Hilfsmittel wie Kompaktkatheter, geeignete Sitzpositionen und Hilfen zur Handhabung können den Alltag erleichtern. Eine gute Beratung und die passenden Produkte machen hier einen großen Unterschied.